Normen

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Picto Norm EN 1149-5

VERPFLICHTUNGEN DES ARBEITGEBERS

ArtikelR.4321-4 des französischen Arbeitsrechtes

“Der Arbeitgeber stellt den Beschäftigten erforderlichenfalls die geeignete persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung sowie geeignete Arbeitskleidung, falls besonders gesundheitsschädliche Arbeiten oder eine besonders verschmutzte Arbeitsumgebung dies erfordert. Er achtet auf deren effiziente Anwendung.”

Artikel R.4323-95 des französischen Arbeitsrechtes

“Die in Artikel R. 4321-4 erwähnten persönlichen Schutzausrüstungen und die Arbeitskleidung werden vom Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung gestellt, der durch die erforderlichen Wartungen, Reparaturen und Ersatzbeschaffungen für ihr einwandfreies Funktionieren und die Aufrechterhaltung eines zufriedenstellenden hygienischen Zustands sorgt. Diese Bestimmungen stehen den in Artikel L. 1251-23 vorgesehenen Bedingungen für die Bereitstellung von persönlichen Schutzausrüstungen für Zeitarbeitnehmer nicht entgegen.

Artikel L.4122-2 des französischen Arbeitsrechtes

Mit den im Bereich der Arbeitsgesundheit und Arbeitssicherheit getroffenen Maßnahmen darf für die Beschäftigten kein finanzieller Aufwand verbunden sein.

Erhöhte Anforderungen an die als PSA bezeichnete Sicherheitskleidung.

Artikel R.4322-1 und 2 des französischen Arbeitsrechtes

Im Bereich der PSA ist der Arbeitgeber verpflichtet, darauf zu achten, dass diese im Zustand der Konformität gehalten wird, und alle beschädigten PSA zu ersetzen.

Für die persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) gilt außerdem die verstärkte Verpflichtung zur Rückverfolgbarkeit der Reinigung. Im Prüffall muss der Arbeitgeber ein stets aktualisiertes Verzeichnis vorlegen, in welchem für jedes Kleidungsstück die Anzahl der durchgeführten Reinigungen angegeben ist. Im Falle einer Kontrolle muss der Arbeitgeber ein aktualisiertes Register vorlegen, in dem die Anzahl der Reinigungen für jedes Kleidungsstück verzeichnet ist…

Schutzkleidung gegen Hitze und Flammen

11612 Kleidung mit Gewebeeigenschaften, die begrenzten Schutz gegen Flammenausbreitung bieten und mit der der Träger einer Hitze ausgesetzt sein kann, die aus folgenden Quellen stammt: Strahlung, Konvektion, Kontakt oder Spritzer geschmolzenen Metalls

Kodierung der Leistungsanforderungen:

  • A: Begrenzte Flammenausbreitung
  • B: Konvektive Wärme
  • C: Strahlungswärme
  • D: Spritzer geschmolzenen Aluminiums
  • E: Spritzer geschmolzenen Gusses
  • F: Kontaktwärme

Für Schweißarbeiten und verwandte Verfahren verwendete Schutzbekleidung

Schutzkleidung gegen: kleine Spritzer geschmolzenen Metalls, kurzzeitiger Kontakt mit Flammen, Strahlungswärme aus dem Lichtbogen oder geschmolzene Metallspritzer, versehentlicher und kurzzeitiger Kontakt mit einem stromführenden Teil einer Schweißstation (100V max)

Kodierung der Leistungsanforderungen in der folgenden Form:

  • A: Begrenzte Flammenausbreitung
  • Klasse 1: wenig gefährdende Risiken
  • Klasse 2: stärker gefährdende Risiken

Wahl der Klasse hängt ab vom/von:

  1. Verwendeten Schweißverfahren
  2. Den Bedingungen und der Artbeitsumgebung

Schutzkleidung gegen die thermischen Risiken eines Lichtbogens

– Schutzkleidung gegen thermische Risiken durch Lichtbogen für Arbeiten unter Spannung.

– Der ATPV-Wert gibt die maximale thermische Energie an, der die Schutzkleidung standhält, ohne dass der Anwender Verbrennungen zweiten Grades erleiden würde.

– Der EBT-Wert gibt den Höchstwert der Energieexposition an, dem ein Gewebe standhalten kann, ohne dass Anzeichen eines Aufbrechens auftreten.

⚠ Schutzkleidung allein bietet keinen ausreichenden Schutz und muss mit weiteren Schutzausrüstungen (Schutzhandschuhe, Schutzhelm, Visier usw.) kombiniert werden.

Diese Kleidung bietet keinen Isolationsschutz und schützt daher nicht gegen Stromschlagrisiken.

Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien

Diese Schutzkleidung ist konzipiert, um bei wahrscheinlicher Exposition mit Flüssigkeitsnebel oder chemischen Flüssigkeitsspritzern verwendet zu werden, gegen die kein totaler Schutz erforderlich ist.

Zwei Unterklassifizierungen:

  • Typ 6 (Ganzkörper) Beispiel: Schutzoverall oder einteiliger Schutzanzug Jacke & Hose
  • PB 6 (Körperpartie) Beispiel: Jacke oder Hose trennbar

4 getestete Chemikalientypen – Abweisung & Penetration

  1. Schwefelsäure 30%
  2. Natriumhydroxid (Natronlauge) 10%
  3. Butanol-1 (Alkohol)
  4. O-Xylol (Kohlenwasserstoff)

⚠ Eine wasserabweisende Behandlung erfordert bei jeder Reinigung eine Neuimprägnierung durch einen professionellen Wäschedienstleister

Elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung

Schutzkleidung, deren Materialien und Konzeption als Ergänzung zum System der Erdung der Vermeidung zündfähiger Entladung in explosionsgefährdeten Bereichen dient.

  • Elektrostatische Eigenschaften werden durch Behandlung oder Einarbeitung ableitender Fasern (Inox, Carbon usw.)
  • Tragen antistatischer Schuhe EN ISO 20345:2004 Norm A
  • Die Schutzkleidung muss immer in Kontakt mit der Haut bleiben – Hals/Handgelenke oder Tragen eines Erdungsarmbands.
  • Tragen des Namensschildes verboten

⚠ Diese Leistungsanforderungen sind in bestimmten sauerstoffreichen Umgebungsatmosphären oder bestimmten ATEX-Zonen für Gase/Staub möglicherweise nicht ausreichend.
Dieser Standard ist für den Schutz gegen Spannung nicht geeignet.

Warnschutzkleidung

Warnschutzkleidung dient dazu, dass ihre Anwender, Führer von Fahrzeugen oder anderer mechanischer Geräte, auffallen, und zwar bei allen Lichtverhältnissen am Tag sowie nachts beim Anstrahlen mit Fahrzeugscheinwerfern.

Die Klasse der Schutzkleidung wird aufgrund von 2 Kriterien festgelegt:

  • Fläche des fluoreszierenden Stoffes (gelb, orange oder rot)
  • Fläche der retroreflektierenden Streifen oder Materialien

⚠ Die Kennzeichnungsregeln für Warnschutzkleidung sind zu beachten. Die Abdeckung eines fluoreszierenden Gewebebereiches kann zum Erlöschen der Klassifizierung der Schutzkleidung führen. Wenn ein Bereich mit fluoreszierendem Stoff überzogen wird, besteht die Gefahr, dass das Kleidungsstück herabgestuft wird.

Wetter- und Regenschutzkleidung

Schutzkleidung gegen schlechtes Wetter (Regen, Schnee), Nebel und Bodenfeuchtigkeit.

Kodierung der Leistungsanforderungen nach zwei Indizes:

  • X – Klasse des Wasserdurchgangswiderstandes von 1 bis 3
  • Y – Klasse des Wasserdampfdurchgangswiderstandes von 1 bis 3

Diese Schutzkleidung muss über wasserdichte Nähte verfügen

Schutzkleidung gegen kühle Umgebungen

Kleidung zum Schutz des Körpers gegen mäßig kalte Umgebungen – Temperaturen bis -5°C

Kodierung der Leistungsanforderungen nach 5 Indizes:

  • Y Klasse des Wärmedurchgangswiderstandes – Rct
  • Y Klasse der Luftdurchlässigkeit (fakultativ) – AP
  • Y Klasse des Wasserdurchgangswiderstandes (fakultativ) – WP
  • Y Isolationswert (fakultativ) – Test mittels sich bewegender Puppe – Icler
  • Y Isolationswert (fakultativ) – Test mittels statischer Puppe – Icle

Das X besagt, dass der Kleidungsartikel dem Test nicht unterzogen wurde

Schutzkleidung gegen Kälte (Temperaturen unter -5°C)

Kleidungsstücke zum Schutz des Körpers gegen kalte Umgebungen – Feuchtigkeit und Wind mit Temperaturen unter -5°C

Kodierung der Leistungsanforderungen nach 4 Indizes:

  • Y Isolationswert – Test mittels sich bewegender Puppe – Icler
  • Y Isolationswert – Test mittels statischer Puppe – Icle
  • Y Klasse der Luftdurchlässigkeit – AP
  • Y Klasse des Wasserdurchgangswiderstandes (optional) – WP

Das X besagt, dass der Kleidungsartikel dem Test nicht unterzogen wurde

PSA – Knieschutz bei Arbeiten im Knien

Diese Ausrüstungen dienen dazu, den Träger bei Arbeiten in kniender Haltung zu schützen.

4 Schutztypen:

  1. Typ 1: Knieschutz, der von anderer Kleidung unabhängig ist und am Bein befestigt wird.
  2. Typ 2:Kunststoffschaum, der in Taschen an den Hosenbeinen eingeschoben wird.
  3. Typ 3:Ausrüstung, die nicht am Körper befestigt wird, sondern bei den Bewegungen des Anwenders am jeweiligen Ort ist. Sie kann für jedes einzelne Knie oder für beide Knie vorhanden sein.
  4. Typ 4: Zubehör mit zusätzlichen Funktionen wie einem Stützrahmen, der dem Benutzer das Aufstehen oder Niederknien erleichtert.

3 Leistungsstufen:

  • Stufe 0:Ebene Bodenoberfläche – kein Schutz gegen Durchstich wird verlangt.
  • Stufe 1:Ebene Bodenoberfläche – Schutz gegen Durchstich bei einer Kraft von mindestens 100 N wird verlangt.
  • Stufe 3:Schwierige Arbeitsbedingungen – Schutz gegen Durchstich bei einer Kraft von mindestens 250 N wird verlangt

⚠ Die Norm EN 14404 testet eine Reihe von Knietaschen/Knieschützern.

Sie legt die Leistung dieses Sets fest. Les performances indiquées sur le vêtement sont donc uniquement valables si usage de la bonne genouillère.

Schutzkleidung für begrenzte Flammausbreitung

14116 : Kleidung, die dazu dient, gegen unbeabsichtigten, kurzenKontaktmit einer kleinen Flamme zu schützen, in Umgebungsbedingungen, die keine bedeutsame Gefährdungdurch Hitze darstellen, und in Abwesenheit anderer Wärmequellen.

Gegen unbeabsichtigten

  • Index der begrenzten Flammenausbreitung (1 bis 3)
  • Index der Langlebigkeit = Anzahl der Waschungen
  • Reinigungsart: H: Haushaltswäsche, I: Industriewäsche, C: Chemische Reinigung
  • Waschtemperatur

Die Kennzeichnungen müssen mit der Norm kompatibel sein

Schutzkleidung gegen Pflanzenschutzmittel

DIE NORM IM DETAIL

Diese Zusammensetzungen dienen dem Schutz der Arbeitnehmer, die Pflanzenschutzmitteln unter bestimmten Anwendungs- und Wartungsbedingungen ausgesetzt sind.
Diese Zusammenstellungen müssen speziell für Tätigkeiten bestimmt sein, bei denen es zu einer Aussetzung gegenüber Pflanzenschutzmitteln kommt. Zur einfachen Erkennung ist das Piktogramm auf der Patte der Tasche am linken Bein angebracht. Pour en faciliter l’identification, le pictogramme est placé sur le rabat de la poche située sur la jambe gauche.
Sie enthalten ein PSA-Etikett mit CE-Kennzeichnung und einer Tabelle mit 30 Kästchen, um die Nachverfolgung der Waschungen (maximal 30 Zyklen) zu gewährleisten.
Wie bei allen PSA werden sie mit einer Gebrauchsanweisung geliefert, in der insbesondere darauf hingewiesen wird, dass diese PSA nicht gleichzeitig mit anderer Arbeits- oder Familienkleidung gewaschen werden darf.

Dieses neue PSA-Kleidungsstück wurde in Zusammenarbeit mit BASF entwickelt und während der Kampagne 2016 mit Landwirten getestet. Es wurde mit dem Hauptziel entworfen, einen wesentlich höheren Komfort als die derzeitigen Chemikalienschutzanzüge mit begrenzter Einsatzmöglichkeit zu gewährleisten. Schließlich stellt dieser Anzug eine für den Anwender von Pflanzenschutzmitteln angepasste Schutzausrüstung dar, die zu 100 % aus französischem Gewebe besteht. Cette combinaison constitue enfin un équipement de protection adapté pour l’utilisateur de produits phytopharmaceutiques, à base d’un tissu 100 % français.

Wichtig: Für die Misch-, Lade- und Reinigungsphase des Sprühgerätes ist es notwendig, eine Chemikalienschutzschürze EN ISO 27065 : 2017 Stufe C3 über dem Anzug zu tragen.

CEPOVETT Safety nimmt seine Verantwortung im Hinblick auf das End-of-Life-Management durch den Beitritt zum ADIVALOR-Programm wahr.

Kleidung, die sich für die industrielle Pflege eignet

Damit sich die Arbeitskleidung für die industrielle Pflege eignet, muss sie nach den Testverfahren der ISO 15797-Norm geprüft werden.
Die PSA unterliegen stets der Vorgabe, dass sie die Anforderungen der “PRO”-Waschsymbole (siehe oben), die Kennzeichen für professionelle Industriewäsche, erfüllen.

Hinweise:
– Das häufigste Waschverfahren ist 75/160: 75°C Waschprogramm, 155°C Trocknenprogramm
– Die Ziffer in negativer Schrift gibt das Waschverfahren an
– Am häufigsten verwendetes Waschverfahren (insbesondere für die PSA): Programm 8
– Leeres Kästchen = Tunnel-/Schrankfinisher darf nicht verwendet werden

High Visibility Kleidung

Der Hintergrund: Die Norm EN 17353 bestimmt die Gestaltung von Berufs- und Nichtberufskleidung mit retroreflektierenden Streifen und fluoreszierendem Material, die nicht in der Norm für High Visibility Kleidung EN 20471 enthalten sind.
Es gibt keine Unterscheidungen mehr zwischen professionellen und nicht-professionellen VTs wie bei der EN ISO 20471.

Risiko: Verbesserte Sichtgeräte sollen dafür sorgen, dass die Benutzer in Situationen mit mäßigem Risiko besser wahrgenommen werden, unabhängig von den Tageslichtbedingungen oder der Beleuchtung durch Fahrzeugscheinwerfer oder Scheinwerfer im Dunkeln.

Dieses Risiko wurde durch die Entwicklung und Einführung der Norm: EN 17353